PASST XII

ES WAAR EINMAL

Mitgliederausstellung vom
Kunstverein Weiden e.V.

Eröffnung
Fr 1. Dezember 2017, 20 Uhr

Ausstellungsdauer
1. Dezember 2017 – 14. Januar 2018

Geöffnet
So 14 – 18 Uhr, Do bis Sa 21 – 24 Uhr, Eingang durch das Vereins-Lokal Neues Linda

Tag der offenen Tür
So 17. Dezember 2017 (3. Advent)
Kaffee und Kuchen (Spenden erwünscht)

Liebe Mitglieder, liebe Freundinnen und Freunde der Kunst und des kreativen Lebens,

es „PASST“ zum 12. Mal, wenn Ihr so frei seid. Juryfrei wie auch die Jahre zuvor. Ihr seid herzlich dazu eingeladen, und wenn Ihr Euch dieses Jahr wieder an der Mitglieder-Ausstellung im Kunstverein beteiligen könntet, ja, wenn auch nach 12 Jahren die Uhr noch nicht 13 schlagen würde, wäre das wunderbar. PASST war von Anfang an eine Einrichtung, in der Wort- und Gedanken-Spiele Programm waren und Kunst und Humor gut zusammengepasst haben, als Momente der Lebenskunst, die ja mit dem Alter spürbar wesentlicher werden. Unsere Jahre mit dem PASST-Programm verweisen da im Rückblick auf eine gute Tradition. PASST hat immer auch die Möglichkeit geboten, sich unter dem Signum künstlerischer Weltsicht mit Menschen wiederzusehen, die das begriffen hatten. In der Verschiedenheit der Auffassungen war man sich auf angenehm unterschiedliche Art gleich. Da denke ich mit Wehmut an Gerda und Josef Gillitzer, die in diesem Jahr nicht mehr dabei sein werden, im heiteren Gedächtnis des KV bleiben sie anwesend.

Für 2017 schlagen wir ich folgendes Thema vor: „ES WAAR EINMAL“. Rein klanglich haben wir es hier mit dem klassischen Märchen-Intro zu tun, das uns jede Darstellung erlaubt, von Hänsel und Gretel bis zu Selbstfabuliertem und abstraktem Farb-Urknall passt alles. Bei genauer Betrachtung mit dem geschulten Blick des Oberpfälzers aber erkennen wir auch etwas Regional-Spezifisches, das WAA, das Zeichen der Wiederaufbereitungsanlage für atomare Brennstäbe, die in Wackersdorf nahe Weiden in den 1980er Jahren gebaut werden sollte. Das Märchenhafte daran ist, dass viele tapfere Schneiderleins unserer Region dies verhindert und einen Stoff für eine Geschichte mit Happy End geschaffen haben. Eigentlich gehört der Stoff in den Heimatkunde-Unterricht an unseren Schulen. Illustriert von Euren Kunstwerken, begleitet von den Zeichen künstlerischer Freiheit. Ich komme darauf, weil gerade die Dreharbeiten zum Spielfilm „Wackersdorf“ laufen, von jungen Oberpfälzer Filmleuten in Gang gebracht, die in den WAA-Tagen Kinder und Jugendliche waren, ich habe sie vor kurzem kennengelernt. Heute, in der Münchener Filmwelt angekommen, lässt sie das Thema von Gestern nicht los, das Thema ihrer örtlichen Heimat und ihrer mentalen Herkunft. Und, ist da die Meinung, was hätten man doch damals für ein Glück gehabt, alle zusammen, ein Gemeinsames wäre das, das jetzt schon zwei Generationen verbinden würde und über das man sprechen sollte. Dem schließe ich mich gerne an. Ich denke, „es waar einmal“ passt gut in die Zeit.

Wir wünschen viel Freude und Kreativität! 

Mit besten Grüßen 

i.A. Wolfgang Herzer